> Projektziele
Home
Logo Handy - lieb und teuer
Projektbroschuere
Impressum
Projektinfospeer-to-peeranmeldunginfoheftMaterialienLinks
Tafel 2 Schulstunden
Tafel 6 Schulstunden
Projektinfos
Home
Seite oben

Projektinhalte:

Neben den positiven Aspekten der Handynutzung sollen schwerpunktmäßig folgende Inhalte vermittelt werden: Mädchen und Jungen sollen

  • Kostenfallen wie Aboverträge und Abzockangebote im Internet als solche identifizieren, Kenntnis erlangen, welche Käufe im Rahmen des Taschengeldparagraphen getätigt werden können
  • die Nutzung des eigenen Handys reflektieren: vom vorteilhaften Vertragsabschluss bis zum eingeschränkten Gebrauch der zahlreichen Handyfunktionen
  • Einstellungen zu den neuesten Handymodellen als Statussymbol kritisch hinterfragen können problematische Inhalte erkennen und wissen, dass sie diese nicht weitergeben dürfen
  • sich nicht an den sogenannten Prügelfilmen (Happy Slapping) beteiligen und den Opfern solcher Gewalthandlungen beistehen

Projektarbeit an Schulen

Für die Schulen gliedert sich die Projektarbeit in drei Bausteine:

1. Informationsmodul (2 Unterrichtsstunden)

In zwei Unterrichtsstunden werden die Schülerinnen und Schüler entweder über kostenpflichtige Angebote für das Handy sowie über mögliche Kostenfallen im Internet informiert oder sie arbeiten zum Thema Handy-Gewalt. Die Arbeitsergebnisse werden auf DIN A1 Plakaten festgehalten und verbleiben als Arbeitsergebnis im Klassenraum.

2. Projekttag inkl. eines Peer-to-Peer Ansatzes.
(6 + 2 Unterrichtsstunden)

In den sechs Unterrichtsstunden werden die Themen Kommunikation, Kostenfallen und Handy-Gewalt oder Werbung/Konsumpädagogik mit verschiedensten Methoden aufbereitet. In Kleingruppen werden die Themen diskutiert und durch die Recherche im Internet werden Antworten auf die unterschiedliche Aufgabenstellungen gefunden. Dokumentiert werden die Arbeitsergebnisse der Mädchen und Jungen in einem im Groblayout vorliegenden Infoheft. Als Resümee werden in dem Heft Tipps für den Umgang mit dem Handy gesammelt, die an die jüngeren Schüler weitergegeben werden.

Neben den positiven Aspekten der Handynutzung sollen Mädchen und Jungen am Ende des Projekttages Kostenfallen wie Aboverträge und virtuelle Abzockangebote als solche identifizieren und die Nutzung des eigenen Handys reflektieren. Ein Schwerpunkt bildet dabei der Umgang mit Gewaltfilmen und das Verhalten gegenüber Opfern von Happy Slapping.

Peer-to-Peer Ansatz

Das individuell erstellte Infoheft wird ca. 2 Wochen nach dem Projekttag von den älteren Schülern an die Mädchen und Jungen einer 5. oder 6. Klasse weitergegeben. Diese Peer-Arbeit wird in einer zusätzlichen Unterrichtsstunde vorbereitet und dann in einer weiteren Unterrichtsstunde an jüngere Schüler spielerisch weitergegeben. Dabei beziehen sich die Schüler vor allem auf die Tipps für den Umgang mit dem Handy, die sie innerhalb des Projekttages extra für jüngere Schüler zusammen getragen haben.

Diese Tipps finden sich exponiert auf der letzten Umschlagseite des Infoheftes.

Für die Schüler der 7. und 8. Klassen ist dieser Ansatz von Bedeutung, da sie Verantwortung für die erarbeiteten Inhalte des Infohefts übernehmen und sich explizit Gedanken für die Übergabe des Heftes an Jüngere machen.

Mit dem Peer-to-Peer-Ansatz wird innerhalb des Projektes die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler gestärkt und dem Umstand Rechnung getragen, dass Eltern und Pädagogen bei der Vermittlung von Informationen für den sicheren Umgang mit dem Handy und kostenpflichtigen Angeboten im Internet nur begrenzt in die Welt der jungen Nutzer vordringen können.

Ablauf

Ein Projekttag gliedert sich folgendermaßen: In der ersten Unterrichtsstunde wird in das Thema Handy eingeführt. In den weiteren fünf Unterrichtsstunden erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Fragen rund um die Themen Kommunikation, Kostenfalle und wahlweise Werbung oder Handygewalt. Dies geschieht in Kleingruppenarbeit oder mittels Recherche im Internet. Die Arbeitsergebnisse werden im Verlauf des Projekttages im Klassenverband vorgestellt. Nach der Fertigstellung des Infoheftes durch einen Grafiker (ca. 2 Wochen) kann es im Rahmen des Peer-to-Peer-Ansatzes an eine 5. oder 6. Klasse innerhalb einer vorher vorbereiteten Unterrichtsstunde weitergegeben werden.

3. Elternarbeit

Für eine gelungene Präventionsarbeit ist es wichtig, die Eltern über das Handynutzungsverhalten ihrer Kinder zu informieren. Auf einem Elternabend berichten die pädagogischen Fachkräfte vom Projekttag und von den Themen, die Kinder und Jugendliche interessieren. Dazu bekommen die Eltern nützliche Informationen und Tipps zu den Kommunikationsformen, den möglichen Kostenfallen im Rahmen der Handynutzung, dem Taschengeldparagraphen oder zum Thema gewaltverherrlichenden oder pornografischen Bildern auf dem Handy. Ein Elternabend kann über die Koordinatoren (siehe Anmeldung) gebucht werden.

Kostenbeteiligung

Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration übernimmt den Großteil der Projektkosten. Für die jeweiligen Schulen fallen folgende Kosten an:

Für einen Projekttag, der sechs Unterrichtsstunden und eine zweistündige Peer-to-Peer Arbeit umfasst, muss sich die Schule mit 150 Euro pro Projektklasse beteiligen.
Bei der Buchung eines Infomoduls oder eines Elternabends sind 50 Euro Selbstbeteiligung zu zahlen.

Projektziele

Mädchen und Jungen der 7. und 8. Jahrgangsstufe aller Schultypen erlangen in dem Projekt „Handy: lieb und teuer grundlegende Kenntnisse zum sicheren, kostenbewussten und gewaltfreien Umgang mit dem Handy und kostenpflichtigen Internetangeboten. Die Heranwachsenden sollen über die positiven und negativen Nutzungsweisen des Handys aufgeklärt werden und ein Prozess des Nachdenkens soll angeschoben werden. Zentrale pädagogische Ziele dieser Präventionsarbeit liegen in der Vermittlung von Medienkompetenz, von Ansätzen der Gewaltprävention sowie der Aufklärung zum sicheren und kostenbewussten Umgang mit dem Handy.

Jugendarbeit:

Hier wird hauptsächlich das Thema Handy-Gewalt bearbeitet. Bei Jugendleiterfortbildungen und in Wochenendfreizeiten können die Jugendlichen entweder mit Hilfe von Plakaten arbeiten oder auch ein Infoheft erstellen, je nach Dauer und Verbindlichkeit des Angebotes.

Da in der Jugendarbeit die Angebote für Mädchen und Jungen freiwillig sind, muss hier mit flexibleren, kurzen Zeiteinheiten gearbeitet werden. Gerade an Wochenenden können kurze Filme erstellt werden, die das Thema Mobbing aufgreifen. Außerhalb der Schule kann das Thema Handy umfangreicher und kreativer bearbeitet werden, da hier die Gruppengröße meist sehr viel kleiner ist als in Schulen. Das Erstellen von Handyfilmchen oder das Diskutieren über das richtige Verhalten beim Mobben per Handy ist hier eher möglich als im Rahmen von Schulunterricht.

Arbeitsweise:

Das Projekt wird von 32 Pädagoginnen und Pädagogen durchgeführt, die durch die LJS geschult wurden. Sie kommen in der Regel in 2er-Teams in Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit. Die Teamer rekrutieren sich überwiegend aus “Eltern-Medien-Trainern”, die in den Jahren 2006 - 2010 von der LJS ausgebildet wurden. Ergänzt werden die Teams durch Fachkräfte aus der Gewaltprävention.